• Viviana

Orth an der Donau während Corona

Aktualisiert: 19. Apr. 2021

Orth an der Donau ist mir in besonderer Erinnerung, da ich emotional vollkommen neutral an diesen Ort heranging; ich war weder schon einmal dort gewesen, noch hatte ich großartig etwas darüber gehört. Das einzige woran ich mich vage erinnerte war, dass ein ehemaliger Arbeitskollege einmal sagte, er fahre im Sommer gerne mit seinem Sohn dorthin. Ansonsten wusste ich genau gar nichts von diesem Örtchen, außer, dass es ein Schloss gab und dass es an der Donau lag. *haha*

Der Weg ging über Stock und Stein, über kleinere, weitläufigere Ortschaften mit sehr geringer Besiedelung; kaum zu glauben aber wahr, dass sich dieses Gebiet soooo nah bei Wien befand und dennoch wie mitten in der Einöde wirkte.

Irgendwann kam ich dann doch in Orth an. Einmal kurz durch die Ortschaft gefahren, sprang mich sogleich ein netter Parkplatz an, wo sich auch gleich ums Eck das Schloss Orth befand – wie mir der Wegweiser anzeigte. Ich orientierte und akklimatisierte mich rasch, bevor ich mich zum Schloss begab. Das musste ich gleich einmal fotografieren, sehr spannend.

Ich hatte mir die Website des Schlosses angesehen; ich war also vorgewarnt, dass hier Eintritt verlangt wurde, sah mir vor Ort nochmals das Angebot an und entscheid mich, die Schlossinsel zu besuchen. So geschafft! Das Ticket war gekauft und einen Plan hatte ich auch erhalten - für elf Euro. „Das war gerade noch in Ordnung“, dachte ich mir. Da ich ja – wie erwähnt - mit null Erwartung nach Orth gefahren war, hatte ich überhaupt gar nicht damit gerechnet, dass mir hier so viel geboten werden würde.


Wie in einer Art Outdoor-Museum gab es hier unzählige Pflanzen und Tiere zu sehen, die mit einem sehr ausführlichen und liebevoll gestalteten Lehrpfad beschrieben waren.





Sogar eine Unterwasserwelt, in der ich Fische beobachten konnte, war hier möglich gemacht worden. Dazu gab es genaueste Beschreibungen und immer wieder interaktive Momente dazu. Ich war sehr begeistert von diesem Angebot.






Jetzt wusste ich auch, wieso mein ehemaliger Arbeitskollege so davon geschwärmt hatte, dass er mit seinem Sohn immer wieder nach Orth fahren würde – damals hatte ich keine Idee, was an Orth so toll sein sollte. Weiters waren beispielsweise Ameisenhügel und andere Tierelemente nachgestellt worden, sodass mensch einen direkten, realitätsnahen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt unterschiedlichster Arten, die im Naturpark Donauauen leben, erhalten konnte. Die Schlossinsel war wirklich sehr nett gestaltet und auch perfekt für Kids, die ja eh immer wieder etwas Neues entdecken und erkunden wollen. :-)





Auch ich nutzte die Gelegenheit und sah mir alles genauestens an, probierte mich an den interaktiven Elementen aus, erkundete Klettermöglichkeiten und freute mich tatsächlich wie ein Kind, dass ich mich an einem so schönen Sommertag zu diesem Ausflug entschieden hatte.



Einige Tierbeschreibungen sah ich mir genauer an und beobachtete Tiere wie Schafe auch real, die zu sehen waren. Hier konnte mensch wirklich sehr viel dazulernen, ich konnte mich gar nicht beruhigen, so sehr war ich begeistert. Nachdem ich mir die Schlossinsel hinreichend angesehen hatte, wollte ich ja noch die Aussichtsplattform erkunden. Ich spielte mich noch ein Weilchen mit dem Wasserstrahl, bevor ich genau das umsetzte. Ufff, das sah ja relativ hoch auch, das waren ganz schön viele Stufen. Als ich dachte, endlich hier zu sein, ging es immer noch weiter. So, endlich war es geschafft, ich war oben. Hier konnte ich wieder einmal üben, meine Höhenangst vollständig unter Kontrolle zu bekommen. Ich dachte zwar, dass ich dies bereits geschafft hätte, aber so ganz war dem wohl doch nicht so, wie ich immer wieder auf Aussichtstürmen bemerken darf. Ich übte also nochmals und ging ganz nach vorne, sah in die Ferne und hinunter, ging rundherum und sah in die Ferne und dann nach unten. Es wird, es wird, ich hoffe, dass ich irgendwann geheilt sein werde…


Aussicht von der Plattform:



Hier gab es ja auch einen Eingang in ein Indoor-Museum und zwar eines das – wie konnte es anders sein – sehr viel zu bieten hatte und über drei Stockwerke ging. Auch hier erkundete ich noch einiges und schoss noch ein paar Fotos, um zuhause auch noch nachsehen zu können, da ich nun bereits kaum mehr aufnahmefähig war. Mit sooooo viel spannendem Angebot hatte ich für vier Euro nun wirklich nicht gerechnet! Überwältigend, sag ich euch! Das dürft ihr euch unbedingt ansehen, ist wirklich die vier Euro wert! Ein wunderbarer Sommernachmittag neigte sich langsam dem Ende zu. Ich hatte sehr viel mehr erfahren und gesehen als ich mir jemals von Orth hätte träumen lassen. Die Ortschaft ist sehr klein, klar, im Örtchen selbst gibt es wirklich nicht viel zu sehen. Jedoch ist die Schlossinsel inkl. Aussichtsplattform wirklich extrem empfehlenswert; hier kann mensch locker einen Vormittag oder Nachmittag verbringen, Spaß haben und dabei noch sehr viel Neues lernen und entdecken. Kurz und prägnant gesagt: „Liebe Leute, schaut es euch unbedingt an, es ist wirklich wirklich sehr sehr nice und das solltest du keinesfalls versäumen!


Infos zur Schlossinsel in Orth an der Donau finest du hier:

https://www.donauauen.at/besucherinfo/schlossorth-nationalpark-zentrum/


Wie bereits mehrfach oben erwähnt, ist Orth an der Donau jedenfalls mindestens eine Reise wert. Ich persönlich komme bestimmt wieder und kann dir die Schlossinsel wärmstens ans Herz legen. Wenn du natur- und/oder tierbegeistert seid, wirst du es bestimmt nicht bereuen!

In der Umgebung von Orth, gibt es auch noch das Schloss Niederweiden und das Schloss Hof, welche ich eventuell ein anderes Mal besuchen werde. Hier ist allerdings etwas was mehr Eintritt zu bezahlen, ist aber auch nicht extrem und kann – zum Beispiel im Winter – bestimmt spannend sein, sich die Schlösser auch indoor anzusehen.

Infos dazu findest du hier:

https://www.schlosshof.at/besucher-information/tickets-preise/


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