• Viviana

Melk während Corona

Aktualisiert: 20. Apr. 2021

Melk stand schon länger auf meiner To-Do-Liste. Schon sooo oft hatte ich mir die Fotos angesehen, die das Stift Melk direkt am See zeigen und dieser Anblick hatte mich immer – ich weiß nicht wieso?! ;-) – an das Schloss am Wörthersee erinnert; irgendwie gibt es doch eine Ähnlichkeit, finde ich. Das Stift wirkte sehr pompös auf mich und dazu der große See, einfach zauberhaft – wie in so manchen Märchen - wirkte dieser Anblick auf mich.

Also war es dann auch heuer im Sommer endlich soweit, dass Melk drankam und ich freute mich schon sehr darauf. Ich konnte es mir relativ schwer vorstellen. Ob das Stift am See wirklich so war, wie es auf den Bildern aussah und so große Ähnlichkeit mit dem Schloss am Wörthersee hatte oder ob es doch ganz anders war. Nun würde ich es endlich erfahren. Aber auch auf die Ortschaft Melk war ich gespannt; von Krems hört mensch ja doch recht viel, von Melk hatte ich – bis auf das Stift – doch eigentlich sehr selten gehört. Ich entschied mich – nach einigem hin und her überlegen – die Bahn zu nehmen, da ich zu einen etwas Bedenken bezüglich der Parkplatzsuche hatte und zum anderen kam mir die Strecke etwas lange vor - mehr als eine Stunde. Ich erhaschte eine günstige Bahnfahrverbindung über St. Pölten und rollte ganz entspannt mit dem Zug nach Melk. Schon bei der Ankunft am Bahnhof spürte ich dieses gewisse Etwas, dieses besondere Flair dieser Stadt, schwer zu beschreiben, aber ihr wisst vermutlich, was ich meine. ;-)

Oh ja, pompös sah es auch real aus, aber den See sah ich von hier aus mal gar nicht. Interessant. Ich erkundete einmal die Umgebung, geradeaus ging es in einen Park für den – genauso wie auch für das Stift – Eintritt kassiert wurde und rechts vom Stift war noch ein Restaurant mit einem Parkbereich. Ok gut, auf Eintritt bezahlen hatte ich keine Lust; ich begab mich daher auf Entdeckungsreise nach den Gebieten, die ich ohne Gebühr besichtigen durfte. Das Stiftsgelände mitsamt den Innenhöfen war „frei“ zugänglich und erinnerte mich ein klein wenig an das Schönbrunner Gelände – welches ich im Übrigen sehr liebe. Schönbrunn im Miniformat quasi. *haha* Ja, war recht nice.

Wer doch mal das Stift und den Stiftsgarten ansehen möchte, findet hier die Eintrittspreise:

https://www.stiftmelk.at/de/stift-melk-tickets-preise.html



Nun wollte ich jedoch die andere frei zugängliche Seite und zwar das Restaurant inklusive dem Park unsicher machen. Der Ausblick war von hier aus ja schon einmal ein absoluter Traum, jedoch ging es auch noch ein Stückchen weiter bergan. Der Blick über die gesamte Stadt und die umliegende Gegend war von hier aus nicht mehr zu toppen – so meine Empfindung.

Ein Stückchen des Weges ging ich aber dennoch entlang und sah von hier aus nun das erste Mal den See, den ich wohl von den Fotos in Zusammenhang mit dem Stift kannte. Ein sehr schöner Anblick auf den See und die angrenzende, rar bewohnte Gegend. Links ging es noch weiter, sodass ich fast das gesamte Stift von außen umrunden konnte, auch recht interessant zu sehen; irgendwie hatte das Stift doch auch etwas Burgenartiges.





Ich dachte, ich hatte alles gesehen, was es hier zu sehen gab, genoss noch ein bisschen den wunderbaren Ausblick und die Ruhe, bevor ich Richtung City aufbrach. Retour ging es erstmal durch das kleinere Waldstück und den Gastgarten, wo ich nochmals die Toilette nützte – ich hatte etwas viel getrunken, was wohl bei den Temperaturen wiederum nachvollziehbar war. Ich konnte mich zwar nur schwer trennen, aber das Stadtzentrum wollte ich ja schließlich auch noch sehen. So ging es nun also die besagten Stiegen bergab Richtung Stadt bzw. Städtchen Melk. Ich muss sagen, sehr klein, fine und nice, erinnerte mich Melk doch etwas an Krems – wenn auch kleiner – mit seinem ebenso charmanten Flair und der Ruhe, die es ausstrahlte. Eventuell lag es auch an Corona, aber es war wirklich sehr wenig los im Ortskern.




In der Stadt das Flair genießend und endlich die Donau auffindend, war ich schon fast verhungert und suchte vergebens nach einem schattigen Plätzchen an der Donau, was sich nicht finden lassen wollte. So nahm ich wohl oder übel dann doch ein Waldstück als Brunchplätzchen in Anspruch, das zwar nicht direkten Ausblick auf die Donau bot, jedoch dafür sehr ruhig war.

Sehr nett hier, dieser Fuß- und Radweg, der wohl bis in die angrenzenden Ortschaften führte. Allerdings gab es nur links herum (flussaufwärts) einen schönen Weg und flussabwärts – wo ich zuvor spazierte – war es mir etwas unangenehm gewesen, da ich nicht sicher war, ob hier diese „Straße“ auch für Autos gedacht war; zumindest für Baufahrzeuge schien sie befahrbar zu sein, da mir eines entgegen kam.

Ich guckte mir den Weg flussaufwärts genauer an, genoss die Donau und schoss wieder einmal ausreichend Fotos. Auch wieder ein Lehrpfad entlang der Donau, inklusive Beschriftungen. Sehr sehr nice. Hier verbrachte ich einige Zeit, um mir den Weg genauer anzusehen, bevor ich mich wieder in die City begab. Auch die alten Häuser waren sehr spannend und durchaus mehrere Fotos wert. Außerdem konnte ich das Schloss nun von einer anderen Perspektive sehen, an der ich großen Gefallen fand. :-)











Durch das Örtchen schlendernd, entdeckte ich nun einen Park, der wohl der Stadtpark sein musste. Auch hier gab es einen Lehrpfad entlang des Weges durch den Park, in dem die verschiedensten Bäume, Sträucher und Denkmäler beschrieben waren, die ich mir alle genau ansah (siehe Fotos). Zeit hatte ich ja ausreichend, denn mein Zug ging erst abends nach 19 Uhr. Ich genoss regelrecht die Ruhe und Entspannung, hier war es so leise, dass mensch sogar meditieren könnte.





Langsam durch das kleine, feine Örtchen und nochmals hinauf zum Stift wandern, um den wunderbaren Ausblick vor Einbruch der Dunkelheit zu genießen. Oben angekommen war nun doch alles etwas ruhiger also vorhin. Ich sah kaum mehr Menschen, lediglich ein paar Angestellte waren noch hier, die mich später fragten, ob ich noch durch den Park müsse, um zum anderen Parkplatz zu gelangen. Nein, müsse ich nicht, ich war ja mit der Bahn unterwegs. Die Angestellten gingen durch den Park, nun war ich vor dem Stift ganz alleine und blickte über die große, weite, lange Welt äääähhh… natürlich Umgebung des Städtchens Melk. Es wurde später und ich entschied mich, den Weg Richtung Bahnhof einzuschlagen. Zirka 20 Minuten Fußweg waren es noch, dieses Mal ja bergabwärts, das ging glatt und noch ein Stückchen des Weges geradeaus und schon war ich wieder am Bahnhof angekommen. Groß war dieses Örtchen nun wirklich nicht; irgendwie gefiel es mir, es hat – wie gesagt – dieses Flair, das schwer zu beschreiben und eher nur zu erfühlen ist. Ich denke, du weißt, wovon ich rede. ;-) Auf dem Weg begegnete mir noch ein interessantes Häuschen, das ich fotografieren musste und dir nicht vorenthalten möchte. ;-)


So nahm ein sehr erfolgreicher, entspannter Nachmittag in Melk sein Ende, der mir wohl in Erinnerung bleiben wird. Nun hatte ich also diesen Teil der Wachau auch gesehen, den ich 2016 nicht mehr sah, da wir andere Pläne präferierten. Vielleicht komme ich ja irgendwann wieder einmal vorbei, liebes Stift Melk, und wandere dann die ausgeschriebene Wanderroute. Who knows what’s gonna come…

Infos zu Melk findest du hier:

http://www.melk.gv.at/



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